Bestattungsarten

Neben der bis heute bekanntesten Bestattungsart, der Erdbestattung, setzen sich immer mehr neue Formen durch. Meist folgt der Ablauf jeder Bestattung dennoch einer über Jahrhunderte bestehenden Tradition. Viele Menschen legen auch durch einen Vorsorgeplan schon zu Lebzeiten die Einzelheiten ihrer Bestattung fest. Sofern es jedoch keine konkreten Regelungen gibt, wählen die Hinterbliebenen eine Bestattungsart aus.

Die gängigsten Formen der Bestattung:

Erdbestattung

Meist wird der Verstorbene vor einer Erdbestattung noch einmal im offenen Sarg aufgebahrt. Vielen Menschen hilft dieser Anblick, den Tod anzunehmen. Nach der Trauerfeier wird der Verstorbene zu seinem Grab getragen. Der Sarg wird dort in das Grab abgesenkt.

Feuerbestattung

Im Krematorium wird der Verstorbene eingeäschert. Die Asche wird rund zwei Wochen später in einer Urne beigesetzt. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Abschiednahme:

  1. Es findet eine Trauerfeier mit Sarg statt. Der Sarg bleibt im Anschluss stehen und die Trauergäste verabschieden sich am Sarg von dem Verstorbenen. Im Anschluss wird der Sarg ohne das Beisein der Angehörigen abgeholt und zum Krematorium überführt. Die Urnenbeisetzung erfolgt später.
  2. Die Trauerfeier wird mit einem Sarg abgehalten. Im Beisein der Trauergemeinde wird der Sarg anschließend, wie bei einer Erdbestattung, von Trägern zu einem Fahrzeug getragen und schließlich ins Krematorium überführt. Das Auto verlässt im Schritttempo den Friedhof. Die Beisetzung der Urne findet später meist im engsten Familienkreis statt.
  3. Eine Trauerfeier findet vor der Einäscherung nicht statt. Die Angehörigen verabschieden sich in einem Abschiedsraum von dem Verstorbenen. Wir überführen ihn danach in das Krematorium. Nach der Einäscherung erfolgt eine Trauerfeier mit der Urne.

Der feine Unterschied: Anonyme oder halbanonyme Bestattung

Bei einer vollanonymen Bestattung kann eine Trauerfeier erfolgen, der Verstorbene wird dann allerdings im Anschluss ohne das Beisein der Angehörigen beerdigt. Das Grab befindet sich in einem Gemeinschaftsfeld und wird nicht namentlich gekennzeichnet.

Eine Bestattung ist „halbanonym“, wenn die Angehörigen ihr beiwohnen. Zwar wird die Grabstelle auch bei einer halbanonymen Beisetzung nicht gekennzeichnet, aber die Hinterbliebenen können sich später an den ungefähren Ort erinnern. Hier können sie dann ungestört ihrem Verstorbenen gedenken.

Seebestattung

Eine Bestattung auf hoher See erfolgt immer außerhalb der sogenannten Dreimeilenzone. Nach der Einäscherung wird die Asche in einer Urne im Meer versenkt. Manchmal findet noch auf dem Schiff eine Trauerfeier statt. Die Angehörigen entscheiden, ob sie dabei sein wollen. Nach einer Seebestattung erhalten sie eine Seekarte mit allen wichtigen Daten zur Bestattung. Zwischen der Einäscherung und der Seebestattung können einige Wochen liegen.

Naturbestattung

Mittlerweile hat sich die Naturbestattung an einem Baum fest etabliert. Immer mehr Menschen schätzen diese Bestattungsform, weil sie die fließenden Grenzen von Leben und Tod symbolisiert. Der Verstorbene geht förmlich in das Leben (die Natur) über. Seine Asche wird direkt an den Wurzeln eines Baums beerdigt und kann über die Wurzeln aufgenommen werden. Es gibt spezielle Waldgebiete, wie zum Beispiel Friedwald oder Ruheforst, in denen diese besondere Form der Beisetzung möglich ist.

Über diese und weitere Möglichkeiten der Bestattung auf den Friedhöfen in Ihrer Nähe informieren wir Sie gerne persönlich. Besuchen Sie uns.